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MAN NutzfahrzeugeEuropaweit einheitliche Prozesse und IT im VertriebIm Februar 2003 startete MAN Nutzfahrzeuge mit dem Projekt ESA (Europäische Strukturen in der Außenorganisation), um auf den härter werdenden Wettbewerb reagieren zu können. Zielsetzung war es, ein gemeinsames, mehrsprachiges und zentrales System für alle Mitarbeiter in der Außenorganisation zu schaffen und so eine höhere Transparenz und bessere Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Vorher nutzten die Mitarbeiter in den 17 europäischen Ländern der MAN-Welt teilweise veraltete und heterogene Lösungen, die den Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. Die Prozesse der einzelnen Abteilungen und der jeweiligen Länder sollen nun durch ESA integriert werden. Dabei gilt es auch sprachliche Barrieren zu bewältigen, relevante Daten in der gesamten Organisation zugänglich zu machen und die Kompatibilität der IT-Systeme zu erreichen. Zu den Aufgaben des internationalen Beratungshauses IMG gehört das Coaching von ESA-Verkauf, der eines der umfangreichsten Teilbereiche innerhalb des ESA-Projekts darstellt. Dabei soll die Kundenbetreuung verbessert und die Marktstellung gestärkt werden. Die MAN-Vertriebsmitarbeiter in 17 Ländern erhalten europaweit den Zugriff auf Kunden- und Fahrzeugdaten. Jeder Vertriebsstandort hat dann Zugang zu allen Produktinformationen, vom Neufahrzeug über Gebrauchtfahrzeuge bis hin zu den Vertrags- und Marketingdaten. Große Anforderungen an das ProjektteamFür den Pilot-Rollout in Österreich entwickelte ein 30-köpfiges Projektteam, bestehend aus MAN-Mitarbeitern und IMG-Beratern, ein Template. Das neue System ermöglicht die landesspezifische Aufbereitung der Fahrzeug-Stammdaten und umfasst alle Vertriebsleistungen von der Kontaktaufnahme mit einem neuen LKW-Interessenten über die Konfiguration, Angebotserstellung, Auftrags- und Bestellabwicklung bis hin zu einem «zweiten Verkauf» als Gebrauchtfahrzeug. Nach dem erfolgreichen «Go Life» in Österreich und der Implementierung in Deutschland wurde der nächste Rollout für die Schweiz gestartet. Die Übersetzung der für die Schweiz benötigten französischen und italienischen Systemtexte wurde von der IMG durchgeführt. Komplexe Prozessintegration und SystemlandschaftDie Integration der teilweise weiterhin genutzten komplexen Systeme des MAN-Vertriebs und die bidirektionale Anbindung des MAN-Produktionssystems AVIS waren weitere Herausforderungen für das Projektteam. Dabei brachte die IMG über das Coaching hinaus aktiv Beratungs- und Entwicklungsleistungen ein. Auf der SAP-Plattform wurde das umfangreiche Customer Relationship Management-Modul (CRM), der MAN-eigeneKonfigurator für Neuwagen und der SAP-IPC-Konfigurator für Gebrauchtwagen ebenso eingebunden wie das Fahrzeug- Stammdatenpflege-Tool von MAN. «Möglich wurde diese Einbindung mit der neuen Integrationsplattform SAP NetWeaver. Insbesondere die Komponente XI ermöglichte uns die tiefe Integration der einzelnen Teile des Systems, das so eine neue Leistungsdimension erreicht», so Wolfgang Faßbender, Projektleiter der IMG bei MAN ESA-V. Zusätzlich entwickelten die Consultants der IMG – mit der Komponente Web Application Server (WAS) von NetWeaver – auch den Prototypen für eine Internet-Suchmaschine, die Endkunden den Online-Zugriff auf die Gebrauchtfahrzeuge des ESA-Systems bieten wird. Mit dem Einsatz von NetWeaver verwirklichte die IMG eine reibungslos funktionierende Integration von SAP R/3-VMS in die umliegenden Systeme. Die Zielvorgaben wurden erreichtJohann Geißler, Gesamtprojektleiter der MAN Nutzfahrzeuge Gruppe, erklärt: «Ohne das strukturierte Coaching durch die IMG und ihr fundiertes Know-how auf allen Ebenen der Beratung und Umsetzung hätten wir die hohe und vernetzte Leistung des IT-Systems und die Integration der Prozesse mit dem Bereich des Fahrzeugverkaufs nicht erreicht.»Die MAN Nutzfahrzeuge Gruppe ist mit den Ergebnissen des Teilprojektes ESA-V zufrieden. Alle Zielvorgaben wurden erreicht, obwohl zwischenzeitlich immer neue Herausforderungen entstanden. Die innovativen Lösungsansätze von ESA-V konnten auch in andere Teilprojekte einfließen und auf andere Herausforderungen angewendet werden. «Die Anwender haben sich schnell mit der neuen SAP-Lösung vertraut gemacht und profitieren von den optimierten Prozessen und der größeren Transparenz», bemerkt Johann Geißler abschließend. |
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